Rückblick auf die Gospelnight 2008

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Und schon ist sie auch wieder vorbei, die 21. Gospelnight. Eigentlich ging es viel zu schnell.

Den überraschenderweise super pünktlichen Einstieg in den Konzertabend gestalteten „Facedown“ (nach einem nicht aktualisierten Sicherheitshinweis) und nahmen das Publikum mit auf die Reise durch bekannte Lobpreislieder zum Mitsingen. Mit einer dem Saal angemessenen Lautstärke und dem authentischen Auftreten schufen sie eine angenehme Stimmung, in der man gerne zusammen singen und preisen konnte. Ein weiterer Grund für die familiäre Atmosphäre wird wohl der Einsatz von vier Sängern gewesen sein, die wunderbar miteinander harmonierten. Nach einer fünfminütigen Umbaupause ging es mit Lobpreis in anderem Stil weiter. „Kurfürst“ aus Sachsen waren zu Gast und erfreuten die Punk- und Metal-Freunde im Saal mit musikalisch abwechslungsreichen Gitarrensounds und durchaus anspruchsvollen Rhythmen. „Kurfürst“ überzeugten mit vielen eigenen Stücken und der ehrlichen Motivation, Musik zu machen, die man den vier jungen Männern deutlich ansah. Und spätestens beim „Input“ von Tommy, in dem er mit selbstironischem Charme einige Erlebnisse mit Gott bezeugte, ging jede anfängliche Skepsis verloren. Zwar ging der Text zeitweise in der Musik unter, aber – und ich hoffe, dass nicht nur ich das so empfunden habe – nichtsdestotrotz kam etwas von der Botschaft der Sachsen über die Bühne und eine nicht zu vernachlässigende Anzahl junger Leute tanzten mitten im Saal und „pogten“, ohne die umherstehenden Leute zu belästigen. Solch eine rücksichtsvolle Haltung würde sich bestimmt so mancher regelmäßiger Rock-Lokal-Besucher wünschen. „Kurfürst“ schlossen ihr Programm mit dem „DC Talk“-Hit „Into Jesus“. Aber ohne Zugabe kamen sie trotzdem nicht davon. Im Anschluss genossen alle die altbewährte Pause, nutzten die Zeit zum Klönen mit alten Bekannten und labten sich an den frischen Baguettes und leckeren Cocktails. Und auch wer ein schlichtes Würstchen haben wollte, kam auf seine Kosten. Nach der wohlverdienten Stärkung setzten „Rainbow“ aus Bremen mit einigen eigenen Stücken aber auch etlichen gut bekannten Hillsongs den Abend fort. Mit ihrem gut durchorganisierten Programm waren sie wohl musikalisch die professionellste Gruppe des Abends. Leider gelang ihnen es nicht immer, die gesamte Menge mitzunehmen, was aber der erstaunlichen gesanglichen Leistung der Frontsänger keinen Abbruch tat, die mit einer beachtlichen Präzision und Hingabe die Ohren verwöhnten. Mit ihren teilweise sphärischen Klängen vom Keyboard erinnerten sie oft an den allseits beliebten Hillsong-Stil. Und auch „Rainbow“ wurden nicht ohne Zugaben von der Bühne gelassen.

Alles in allem war es mal wieder ein runder und gelungener Abend, für den ich mich bei der Organisation ganz herzlich bedanken möchte. Ich freue mich auf nächstes Jahr! Bis dahin wünsche ich euch allen eine gesegnete Zeit! Bleibt im Herrn!

Andi Lutsch